Malerei

Will man Gradischnig kunstgeschichtlich verorten, dann ist die manchmal zitierte Tradition des "Kärntner Kolorismus" sicher in gewisser Weise zutreffend. Er ist aber kein bloßer Epigone der Nötscher, sondern ein Fortsetzer und Vollender. In den letzten Jahren hat er sich auch zu einem eigenwilligen und originellen Porträtisten entwickelt. Seine Porträts haben etwas perfekt Skizzenhaftes…Sie sind präzis und schmissig, ausgeführt und ausgespart zugleich. Univ.Prof.Dr. Alois Brandstetter, Klagenfurt

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Alois Brandstetter über Ernst Gradischnig

In meinem Wohnzimmer habe ich drei große Bilder von Ernst Gradischnig. Seit 20 Jahren hängen zwei davon an der Wand und ich habe mich noch nie an ihnen satt gesehen. Das sind nicht einfach nur Bilder, sie sind, wie mir auch kunstverständige Besucher oft begeistert bestätigen, noch das, was man mit dem altehrwürdigen Ausdruck GEMÄLDE bezeichnet. Sie stellen buchstäblich -  und im übertragenen Sinn etwas dar… Es handelt sich um zwei große Landschaften, die eine ein kleiner Teich nach dem natürlichen Vorbild eines „Biotops“, einer wahrlich lebendigen Wasserstelle neben Gradischnigs Haus in Witsch bei Moosburg, Farne am Ufer und Seerosen im Tümpel, Blätter und Lianen , die ins Wasser hängen, und Frösche, die gestreckt über Treibholz springen, alles in vorherrschenden Grüntönen, die andere Landschaft ein Waldrand an einem Spätwintermorgen, immergrüne und schwärzliche  Nadel- und kahle, sperrige Laubhölzer, wuchernd niedergebrochene Äste und Gestrüpp unter weiß- bläulich schimmernden Schneeresten vor einem tiefen ultramarinblauen Horizont…Das eine Bild atmet, das andere klirrt und flirrt. Will man Gradischnig kunstgeschichtlich verorten, dann ist die manchmal zitierte Tradition des „Kärntner Kolorismus“ sicher in gewisser Weise zutreffend. Er ist aber kein bloßer Epigone der Nötscher, sondern ein Fortsetzer und Vollender. In den letzten Jahren hat er sich auch zu einem eigenwilligen und originellen Porträtisten entwickelt. Seine Porträts haben etwas perfekt Skizzenhaftes…Sie sind präzis und schmissig, ausgeführt und ausgespart zugleich.
Alois Brandstetter
Wenn ich mich auf dem dritten meiner Bilder von Gradischnig in meiner Stube dargestellt sehe, dann erkenne ich mich nicht nur einfach, dann fühle ich mich GETROFFEN. Es streichelt mich nicht und schmeichelt mir keineswegs. Seine Porträts sind physisch und psychisch zutreffend und treffsicher.
Univ.Prof.Dr. Alois Brandstetter, Klagenfurt

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